Elisabeth: die Mutter von Johannes dem Täufer

Elisabeth in der Bibel

Wer war Elisabeth?

Elisabeth begegnet uns im neuen Testament als die Frau des Priesters Zacharias. Sie stammte selbst aus priesterlicher Familie. Die Bibel beschreibt sie als eine fromme Frau, die nach Gottes Geboten lebte.

Lange Zeit blieb Elisabeth kinderlos. Für sie war das nicht nur ein persönlicher Schmerz, sondern in ihrer Zeit auch mit Scham verbunden. Doch am Ende ihrer Geschichte steht ein überraschendes Wunder: Elisabeth wird im hohen Alter Mutter von Johannes dem Täufer.

Was bedeutet der Name Elisabeth?

Der Name Elisabeth kommt aus dem Hebräischen und wird häufig mit „Gott ist Fülle“, „Gott hat geschworen“ oder „Gott ist mein Eid“ übersetzt.

Der Name passt auf besondere Weise zu ihrer Geschichte. Elisabeth erlebt, dass Gott sein Versprechen hält — auch dann, wenn menschlich gesehen kaum noch Hoffnung besteht.

die Geschichte von Elisabeth in der Bibel

Kinderlosigkeit bis ins hohe Alter

Die biblische Geschichte von Elisabeth wird im Lukasevangelium erzählt. Sie ist eine fromme Frau aus priesterlichem Geschlecht und mit dem Tempelpriester Zacharias verheiratet. Das Paar bleibt bis ins hohe Alter kinderlos, was damals als gesellschaftliche Schande gilt.

Eines Tages erscheint dem Zacharias im Tempel der Engel Gabriel. Dieser kündigt trotz des hohen Alters der Eheleute die Geburt eines Sohnes an. Dieser Sohn soll Johannes heißen und eine besondere Aufgabe haben: Er wird viele Menschen zu Gott zurückführen und den Weg für den kommenden Messias vorbereiten.

Da Zacharias zweifelt, wird er vom Engel bis zur Geburt mit Stummheit gestraft.

Elisabeth erkennt Maria als die Mutter Gottes

Elisabeth wird daraufhin schwanger und lebt zunächst fünf Monate lang völlig zurückgezogen. Im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft erhält sie Besuch von ihrer jungen Verwandten Maria, die erst vor kurzem von ihrer eigenen Schwangerschaft erfahren hat.

Als Maria Elisabeth begrüßt, bewegt sich das Kind in Elisabeths Leib. Elisabeth wird vom Heiligen Geist erfüllt und erkennt sofort die besondere Bedeutung von Maria und ihrem ungeborenen Kind. Sie ruft: „Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!“

Die Geburt von Johannes dem Täufer

Als Elisabeths Sohn geboren wird, freuen sich ihre Nachbarn und Verwandten mit ihr. Am achten Tag soll das Kind beschnitten und nach seinem Vater Zacharias benannt werden. Doch Elisabeth besteht mutig darauf, dass ihr Sohn Johannes heißen soll.

Die anderen wundern sich, weil niemand in der Familie diesen Namen trägt. Zacharias bestätigt schriftlich: „Johannes ist sein Name.“ In diesem Moment kann Zacharias wieder sprechen.

 

Ein offenes Herz und ein offenes Haus

Was können wir heute von Elisabeth lernen?

Elisabeth ist eine Frau des langen Wartens. Ihre Geschichte erzählt nicht von schnellen Antworten oder einfachen Lösungen. Sie zeigt eine Frau, die über Jahre hinweg mit einer unerfüllten Sehnsucht leben muss — und dennoch ihren Glauben nicht verliert.

Glauben und Schmerz nebeneinander

Besonders berührend ist, dass die Bibel Elisabeth ausdrücklich als gerecht beschreibt. Ihre Kinderlosigkeit wird nicht als Schuld gedeutet. Sie ist kein Zeichen dafür, dass Gott sie vergessen oder weniger geliebt hätte. Das ist ein wichtiger Gedanke: Nicht jede offene Frage in unserem Leben ist eine Folge von Versagen. Nicht jedes Warten bedeutet, dass Gott schweigt.

Elisabeth erinnert uns daran, dass Schmerz und Glaube nebeneinander bestehen können. Sie lebt mit einer tiefen Enttäuschung, aber sie bleibt Gott zugewandt. Ihr Leben ist kein lautes Zeugnis, sondern ein stilles. Sie dient, wartet, glaubt und hält durch.

Als sie schließlich schwanger wird, deutet sie dieses Wunder mit den Worten: Gott hat mich angesehen. Genau darin liegt eine große Hoffnung. Elisabeth erfährt: Ich war nicht unsichtbar. Mein Schmerz war nicht verborgen. Meine Geschichte war nicht gleichgültig.

Andere bestärken und ermutigen

Doch Elisabeth ist nicht nur die Frau, die endlich Mutter wird. Sie ist auch die Frau, die Maria stärkt. Als Maria zu ihr kommt, ist Elisabeth die Erste, die das Geheimnis um Jesus ausspricht und bestätigt. Sie erkennt, was Gott in Maria tut, und begegnet ihr nicht mit Neid oder Skepsis, sondern mit Segen.

Das macht Elisabeth zu einer besonderen Frau: Sie kann sich über das freuen, was Gott im Leben einer anderen tut. Obwohl sie selbst lange warten musste, wird ihr Herz nicht eng. Sie segnet Maria. Sie spricht ihr Glauben zu. Sie wird zur Ermutigerin.

Auch darin liegt eine wichtige Lektion für uns. Manchmal brauchen Menschen in unserem Umfeld jemanden, der Gottes Wirken in ihrem Leben erkennt, bevor sie selbst es ganz fassen können. Ein gutes Wort zur richtigen Zeit kann tragen, stärken und bestätigen.

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Wer war Elisabeth in der Bibel?

Elisabeth war die Frau des Priesters Zacharias und die Mutter von Johannes dem Täufer. Sie lebte im Bergland von Judäa und wird im Lukasevangelium als gerecht und gottesfürchtig beschrieben.

Ja, im Lukasevangelium wird Elisabeth als Verwandte Marias bezeichnet. Der genaue Verwandtschaftsgrad wird nicht näher erklärt. Wichtig ist vor allem ihre geistliche Nähe: Elisabeth erkennt und bestätigt die besondere Berufung Marias.

Die Bibel sagt, dass Elisabeth unfruchtbar war und dass sie und Zacharias bereits alt waren. Eine genaue medizinische oder persönliche Erklärung wird nicht gegeben. Ihre Kinderlosigkeit wird nicht als Schuld dargestellt.

Elisabeths Sohn war Johannes der Täufer. Er bereitete den Weg für Jesus und rief die Menschen zur Umkehr auf. Seine Geburt wurde dem Priester Zacharias durch einen Engel angekündigt.

Die Begegnung zwischen Elisabeth und Maria ist eine der ersten Szenen im Neuen Testament, in der Jesus als Herr erkannt wird. Elisabeth wird vom Heiligen Geist erfüllt und bestätigt Maria in ihrer Berufung. Damit wird sie zu einer wichtigen Zeugin am Anfang der Jesusgeschichte.

Das Magnificat ist der Lobgesang Marias in Lukas 1,46–55. Es entsteht direkt nach der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth. Als Elisabeth Maria segnet und ihre besondere Berufung erkennt, antwortet Maria mit diesem Lobpreis.

Elisabeth spricht das Magnificat also nicht selbst, aber sie bereitet gewissermaßen den Raum dafür. Ihre Worte stärken Maria und bestätigen, was Gott in ihr tut. So wird Elisabeth zu einer wichtigen Zeugin und Ermutigerin unmittelbar vor dem Lobgesang Marias.